Wie die Hilfsbereitschaft der Urlauber manchmal ausgenutzt wird

Vorgetäuschte Armut Sri Lanka
Vorgetäuschte Armut Sri Lanka

Sri Lanka ist ein wunderschönes Land. Es gibt für den Touristen viel zu sehen. Die wunderschöne Landschaft, die Tierwelt, die schönen Strände und auch der Kontrast zu Europas Reichtum hat für den Touristen eine gewisse Anziehungskraft. In Sri Lanka gibt es viele reiche Menschen und noch viel mehr arme Menschen. Die Touristen werden immer wieder in diverse Dörfer gefahren, wo die Menschen nur in Lehmhütten leben und grade so überleben können. Hier blutet das Herz vieler Urlauber und sie wollen helfen.
Leider wird genau diese Hilfsbereitschaft von manchen Personen schamlos ausgenutzt.

Hier ein Beispiel, eines vermeintlich armer Touristenführer aus Induruwa, der bei einem Reiseveranstalter (GoVacation) als Tourguide arbeitet und Singhalesisch, Englisch und Deutsch spricht.

Eine deutsche Familie hat diesen Tourguide vor einigen Jahren zum ersten mal getroffen, als sie in Deutschland eine Sri Lanka Rundreise über einen Reiseveranstalter gebucht haben. Sie waren sehr zufrieden mit dem Tourguide, er war freundlich, hilfsbereit und spricht auch noch gut deutsch. Es entwickelt sich eine Freundschaft. Der Mann erzählte den Urlaubern, dass er in sehr armen Verhältnissen mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter lebt. Er kann sich die Schule für seine Tochter kaum leisten.
Die Deutschen Urlauber wollen ihn nun unterstützen, damit er ein besseres Leben hat und seine Tochter eine gute Schulausbildung bekommt. Aus diesem Grund wollen sie sehen, wie er und seine Familie leben und möchten ihn bei ihrem nächsten Aufenthalt in Sri Lanka besuchen.

In Wirklichkeit besitzt der vermeintlich arme Tourguide zwei Häuser und er gehört zur Mittelschicht in Sri Lanka. In einem Haus lebt er mit seinen 2 Frauen und das andere Haus, mit zwei Apartments (PalmTree Haus Apartments), wird an Urlauber vermietet. Nun hat er ein Problem, denn er kann dem Deutschen Ehepaar sein Haus nicht zeigen, denn er möchte den beiden schließlich vermitteln, wie arm er ist. Nun sucht er ein kleines eher heruntergekommenes Haus, dass er den beiden als seine Unterkunft präsentieren kann, um somit von den beiden die finanzielle Unterstützung zu bekommen.

Kaum zu glauben, aber wahr. So wird der Tourist, der im guten Glauben handelt, getäuscht.

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